Ausgabe September 2026
AUSZUG AUS DEM INHALT:
AKTUELLES
Sortierung als Gamechanger im Baustoffrecycling
Die Zukunft des Baustoffrecyclings entscheidet sich vor allem an der Qualität der zurückgewonnenen Rohstoffe und Materialien. Genau hier gewinnt die Sortierung enorme Bedeutung: Sie schafft die Voraussetzung, um wertvolle mineralische Bestandteile gezielt voneinander zu trennen und hochwertige Sekundärrohstoffe herzustellen. Ein Schweizer Vorzeigeprojekt zeigt, welches Potenzial diese Schlüsseltechnologie bereits heute bietet.
Bodensanierung im Denkmalschutz: Wenn historische Architektur auf moderne Gebäudetechnik trifft
Die Sanierung von Böden in denkmalgeschützten Gebäuden zählt zu den sensibelsten Aufgaben im Bauwesen. Häufig geht es nicht nur um die Modernisierung des Bodens, sondern um den Schutz des gesamten Bauwerks. Alte Holzbalkendecken haben oft eine begrenzte Tragfähigkeit und geringe zulässige Aufbauhöhen. Gleichzeitig dürfen weder Feuchtigkeit noch irreversible Eingriffe die historische Substanz gefährden. Klassische Nassestriche stoßen hier schnell an ihre Grenzen, da lange Trocknungszeiten und hohe Feuchtebelastung Bauschäden begünstigen können.
BAUTECHNIK
Feuchteschutz im Keller: Raumklimatische Anforderungen richtig bewerten
Vom Gewölbekeller mit Lehmboden, Streifenfundamente mit lastabtragenden Natursteinmauern und Erdreich; von Bodenplatten mit gemauerten Kellerwänden, bis hin zur weißen Wanne in neuerer Zeit, reichen die baukonstruktiven Varianten von Kellern und Kellerräumen. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an den Feuchteschutz. Entscheidend sind neben der Bauweise auch Nutzung, Temperatur und Lüftung.
BAUKOSTEN
Baukalkulation in der Praxis: Kosten, Risiken und Termine im Griff
Eine belastbare Baukalkulation beginnt mit der sorgfältigen Prüfung von Leistungsverzeichnis, Plänen und Mengen. Die Bauleitung erhält einen praxisnahen Überblick, wie sie Einzel- und Gemeinkosten, Bauzeit, Personal, Material und Risiken realistisch bewerten und mit Soll-Ist-Vergleichen die Wirtschaftlichkeit ihres Projekts wirksam steuern kann.
ORGANISATION & KOMMUNIKATION
Heterogene Altersstruktur auf Baustellen: Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt fördern
Ob Mitarbeiter sich noch zu den „Junioren“ oder bereits zu den „Senioren“ zählen, hängt stark von der eigenen Einschätzung und der persönlichen Einstellung zur jeweils anderen Generation ab. Um die Sichtweise der anderen Generation zu verstehen, ist ein Perspektivenwechsel erforderlich. Die Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft der jüngeren Generation und die Erfahrung der älteren Mitarbeiter können sich sinnvoll ergänzen und für den Betrieb einen wichtigen Mehrwert darstellen.
SICHERHEIT, GESUNDHEIT & UMWELT
Suchtprävention auf der Baustelle: Wann die Bauleitung handeln muss
Alkoholprobleme machen auch vor der Baustelle nicht Halt – und stellen Bauleiter vor besondere Herausforderungen. Denn wo Maschinen, Fahrzeuge und Arbeiten in großer Höhe zum Alltag gehören, kann bereits ein einzelner Vorfall gravierende Folgen haben. Wie lassen sich Auffälligkeiten frühzeitig erkennen? Wie gelingt ein klares Gespräch, ohne den Betroffenen vorschnell abzustempeln? Und wann wird aus Fürsorge eine rechtliche Verpflichtung? Der richtige Umgang beginnt mit Aufmerksamkeit und einer klaren Haltung.
Vorsorge
Vorsorge beginnt im Baualltag mit einem realistischen Blick auf Kosten, Termine und Risiken.
Eine belastbare Kalkulation schafft Sicherheit, bevor Fehlentwicklungen teuer werden. Auch eine gute Zusammenarbeit zwischen jüngeren und erfahrenen Beschäftigten hilft, Wissen zu sichern und Konflikten vorzubeugen. Bei Suchtauffälligkeiten sind Aufmerksamkeit und eine klare Haltung gefragt, um Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen. Und beim Feuchteschutz in Kellerräumen schützt vorausschauende Planung vor langfristigen Bauschäden.
So wird Vorsorge zu einem festen Bestandteil erfolgreicher Bauleitung.
Erfolgreiche Bauprojekte wünscht Ihnen
P. Maier
Redaktion „Informationsdienst Bauleitung“